Pflanzen richtig giessen bei einer Hitzewelle ist essenziell, um Ihren Garten gesund zu halten
Die Entwicklung des Klimas ist eindeutig: Unsere Sommer werden immer heisser und trockener. Für viele Pflanzen bedeutet das purer Stress, vor allem wenn sie nicht richtig mit Wasser versorgt werden. Doch einfach mehr giessen reicht nicht. Wer jetzt in der Hochsommerhitze clever wässert, schützt nicht nur seine Pflanzen, sondern spart dabei auch Wasser und Zeit.
Bei Temperaturen über 30 Grad geraten viele Pflanzen an ihre Grenzen. Verdunstung über die Blätter, trockene Böden, überhitzte Wurzeln. All das bringt den Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht. Ohne gezielte Bewässerung kommt es schnell zu welken Blättern, Wachstumsstopp oder sogar zum Absterben ganzer Pflanzen.
Wasser ist im Sommer ein kostbares Gut. Umso wichtiger ist es, gezielt und effektiv zu wässern.
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1. Früh oder spät giessen, nie in der Mittagshitze
Die beste Zeit ist früh morgens zwischen 5 und 8 Uhr. Das Wasser gelangt mit dem kühlen Boden direkt zu den Wurzeln. Alternativ funktioniert auch der späte Abend, jedoch würden wir das nicht empfehlen. Der Boden bleibt die ganze Nacht freucht und ist somit anfälliger auf Pilzkrankheiten.
Auf jeden Fall sollten Sie nicht am Tag giessen. Das Wasser verdunstet zu schnell, und nasse Blätter können in der prallen Sonne verbrennen.
2. Lieber selten, dafür gründlich
Tägliches Giessen in kleinen Mengen fördert flache Wurzeln. Das macht Pflanzen anfälliger für Trockenheit. Besser: Alle zwei bis drei Tage kräftig wässern, damit das Wasser tief in den Boden eindringt und die Wurzeln sich gut entwickeln. So hat nun der Boden Zeit langsam wieder zu trocknen und das “seltene” Giessen fördert, dass die Wurzeln wachsen und das Wasser tiefer aus dem Boden holen. Die längeren Wurzeln stärken so den Rasen gleichzeitig.
3. Boden vorbereiten und schützen
Freie Flächen in Stauden- oder Gehölzrabatten können mit Schilfmulch abgedeckt werden. Die ca. 2cm dicke Schicht hilft dem Boden das Wasser abzuspeichern und dadurch die Verdunstung zu verringern. Zudem unterdrückt der Schilfmulch das Unkrautwuchs, reguliert die Bodentemperatur, schützt vor Bodenerosion und fördert die biologische Bodenaktivität. Schilfmulch ist pH-neutral, schützt vor Schnecken und kann zur Bodenverbesserung beitragen.
4. Wurzeln statt Blätter wässern
Gezieltes Giessen im Wurzelbereich bringt den grössten Effekt. Bitte nicht die Blätter nass spritzen. Die Sonne wird dadurch die Blätter verbrennen.
5. Höhe vom Rasen
Der Rasen sollte im Sommer tendenziell höher stehen gelassen werden. So kann er sich selbst beschatten und der Boden trocknet nicht so schnell aus.
6. Feuchtigkeitstest
So führen Sie ganz einfach einen Feuchtigkeitstest im Rasen durch:
Stellen Sie sich auf den Rasen. Wenn Sie wieder heruntergehen und sich die Grashalme von selbst wieder aufrichten, ist der Rasen ausreichend feucht. Bleiben die Grashalme jedoch am Boden liegen, muss unbedingt gewässert werden.
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Wer Regenwasser sammelt, zum Beispiel in Regenwassertanks oder Regentonnen entlastet nicht nur unser Abwassersystem und damit die Umwelt, sondern kann die den Garten mit weichem, natürlichem Regenwasser versorgen ohne dabei wertvolles Trinkwasser zu verschwenden. Wir verbauen Regenwasser-Speichersysteme von Graf. Die Regenwasserspeicher sind kombinierbar mit einer automatischen Gartenbewässerung.
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Auch beim Düngen ist im Sommer Zurückhaltung gefragt. Bei grosser Hitze und Trockenheit ist der Stoffwechsel vieler Pflanzen verlangsamt. Sie können Nährstoffe schlechter aufnehmen, vor allem wenn der Boden trocken ist. Wird trotzdem gedüngt, können die Wurzeln verbrennen oder die Pflanzen zusätzlich gestresst werden.
Unsere Tipps für sicheres Düngen im Sommer:
Nur bei feuchtem Boden düngen: Nie auf trockene Erde streuen! Düngen Sie am besten direkt nach dem Giessen oder nach einem Regenschauer.
Zurückhaltend dosieren: Im Sommer ist weniger oft mehr. Überdüngung kann gerade bei Hitze mehr schaden als nutzen.
Langzeitdünger im Frühjahr: Idealerweise wird schon im Frühling vorgedüngt – so sind die Pflanzen für den Sommer besser vorbereitet.
Mineralischer Dünger enthält viel Salz, das bei Hitze den Boden zusätzlich austrocknet. Deshalb verwenden Sie lieber Organischer Dünger (Renovita – Biohop). Dieser gibt die Nährstoffe langsam und pflanzenverträglich ab.
Unsere Sommer sind vorwiegend heiss und trocken, aber Ihr Garten muss nicht darunter leiden. Mit durchdachter Bewässerung, der richtigen Pflege und einem geschulten Blick für die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen machen Sie Ihre grüne Oase fit für jede Hitzewelle. Und wenn Sie dabei Unterstützung brauchen: Wir helfen gerne!